Ein Mordsplan
Von der Idee zum fertigen Winzerkrimi
Vom ersten Funken bis zum letzten Schluck Spannung
2019 begann meine Reise in die Welt der Winzer und dunklen Geheimnisse – mit einer Idee, die mich nicht mehr losließ. Auf meinem Blog habe ich euch damals mitgenommen: von den ersten Geistesblitzen, übers Plotten und Zweifeln konntet ihr jeden Schritt miterleben. Ehrlich, authentisch, ungeschönt. Jetzt, Jahre später, ist aus dieser Idee ein Roman geworden. Höchste Zeit also, die alten Beiträge noch einmal hervorzuholen – und euch einzustimmen auf meinen neuen Krimi, der euch mitten hineinführt in ein Dorf voller Wein, Intrigen und tödlichen Geheimnissen.
Ehrlich, authentisch, ungeschönt …
… habe ich euch ab 2019 (mehr oder weniger regelmäßig) von den Fortschritten meines Romans berichtet, habe Einblicke in die Arbeit einer Autorin gegeben und wusste selbst nicht, ob das Projekt ein Happy-End haben würde.
Die folgenden Blogartikel sind im Wesentlichen unverändert. An der einen oder anderen Stelle habe ich etwas gekürzt oder verbessert.
Der Geburtsort
… und Schauplatz des Krimis
Begleitet das Projekt von der ersten Idee 2017 bis heute.
14. Oktober 2017
Wie ein Krimi entsteht – von der Idee zum Buch, Teil 1
Kennt ihr die Hitliste der Fragen an einen Autoren (oder meinetwegen auch an eine Autorin)? Wenn man die „Kann-man-davon-leben“-Frage einmal außer Betracht lässt, steht auf Platz 1 der meistgehörten Fragen: „Woher nimmst du nur immer die Ideen?„, dicht gefolgt von „Wie macht man das eigentlich?“ – wobei das „das“ situationsabhängig auszulegen ist.
Ich habe mir gedacht – ich nehme euch mit auf diesen spannenden Weg, der beide Fragen beantworten wird. Spannend ist er deshalb, weil ich selbst noch nicht genau weiß, wohin er führt. Der Bericht ist mithin absolut authentisch, von der Idee bis hin zum Erfolg (oder Scheitern).
Ich schreibe seit 2014 hobbymäßig, seit 2015 hat es mich dann richtig gepackt. Inzwischen kann ich mir ein Leben ohne das Schreiben nicht mehr vorstellen. Seit nunmehr vier Jahren bewege ich mich in dieser Welt und habe dabei Hochs und Tiefs kennengelernt.
Ich habe inzwischen allerhand Erfahrung gesammelt und reite die Gefühlsachterbahn wie ein Cowboy auf dem Rodeo: Bislang bin ich immer wieder aufgestiegen.
Wohin dieser Roman mich führt, weiß ich nicht, werde den Weg aber voller Spannung mit euch zusammen erkunden.
Genug des Vorgeplänkels: Stürzen wir uns auf den mörderischen Plan, einen Krimi zu veröffentlichen.
Im Grunde gibt es drei klassische Initialzündungen für den Start eines Projekts:
1.) Man hat den Plot in sich. Die Geschichte muss einfach raus.
2.) Es gibt einen Schreibwettbewerb. Der Verlag XY sucht ein bislang unveröffentlichtes Manuskript.
3.) Der Wunsch für ein mehr oder weniger konkretes Projekt wird von außen an den Schreibenden herangetragen. Das kann ein Verlag sein, mit dem man schon zusammengearbeitet hat („Könnten Sie sich vorstellen, einen Krimi zu schreiben, der in XY spielt?“). Es kann das Bankkonto sein, das mahnt, man sollte womöglich eine Fortsetzung des erfolgreichen Vorgängers planen (so es einen solchen gibt).
Oder aber es ist ganz anders: Es könnte sich zum Beispiel um einen weinseligen Abend auf dem Weingut von Freunden handeln. Besagte Freunde erzählen von ihren Plänen, das Weingut umzustrukturieren. Eine Event-Scheune sei zeitgemäß. Weinproben, gepaart mit Veranstaltungen wie beispielsweise Lesungen.
Man stelle sich nun vor, eine weitere Flasche Wein wird entkorkt und das Brainstorming wird auf diese Art befeuert, bis endlich der Satz im Raum steht: „Wir brauchen einen Winzerkrimi.“
Die Idee kam bei einer guten Flasche Wein
Ein Wein bei Freunden, natürlich ein Winzerhepaar.
Irgendwann fiel der Satz: "Wir brauchen einen Winzerkrimi!"
Plotten
Plotten gehört für die meisten Autorinnen und Autoren zum Schreibprozess dazu. Für mich ist es der kreativste Teil, aber gelegentlich auch der, der mich in den Wahnsinn treibt, wenn es partout nicht weitergeht. Und am Ende macht dann doch jede Figur, was sie will.
17. Oktober 2017
Wie ein Krimi entsteht – von der Idee zum Buch, Teil 2
Nachdem eine erste Idee in der Welt ist, folgt der kreativste Teil: Aus diesem Grundgedanken soll eine ganze Geschichte entstehen. Wie das funktioniert – darum soll es heute gehen.
Grundsätzlich gibt es zwei Wege, wie man startet – sowie diverse Mischformen aus beiden.
Ganz grob unterscheidet man zwischen Plotter und Discovery-Writer.
Discovery-Writer sind die Bauchschreiber. Ohne viel zu planen, setzt sich dieser Autorentyp hin und schreibt drauflos.
Demgegenüber sind die Plotter oder Outliner diejenigen, die den Verlauf ihrer Geschichte mehr oder weniger exakt vorausplanen.
Über die Vor- und Nachteile dieser Wege wurde schon alles geschrieben, was sich darüber schreiben lässt.
Ich persönlich weiß nicht, ob es einen besseren oder schlechteren Weg gibt, das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. Für meinen Weg habe ich mich nicht bewusst entschieden, vielmehr hat er sich in den Jahren so ergeben.
Ich wurde zu einer Plotterin, die irgendwann abbiegt, einige Umwege fährt und mit etwas Glück wieder auf dem ursprünglich vorgesehenen Weg landet. Gelegentlich aber auch nicht.
Bevor es nun zu theoretisch wird, nehmen wir meinen Winzerkrimi. Über den wissen wir bis jetzt, dass er mit Wein zu tun haben wird. Und da es ein Kriminalroman werden soll, muss es auch ein Verbrechen geben.
Als nächsten Schritt muss ich mir überlegen, wann und wo ich das Geschehen platziere, wer die Hauptrolle spielt und aus welcher Perspektive ich erzählen möchte.
Durch die Beteiligung unserer Freunde an der Initialzündung liegt es nahe, deren Heimatgemeinde als Handlungsort zu wählen. So habe ich auch gleich einen regionalen Ansprechpartner, denn als Regionalkrimi benötigt der Roman natürlich auch etwas Lokalkolorit. Außerdem weiß ich, dass krimitypisch zwar gemordet werden darf , aber genretypisch adrett und unblutig bitte.
Nun sind schon einige Parameter gesetzt.
- Regionalkrimi aus Schwabenheim
- Spielt in der Gegenwart
- Wird etwas mit Wein oder Winzern zu tun haben
- Es wird in der dritten Person erzählt werden, in personaler Perspektive, abwechselnd aus der Sicht von Pierre (einem Winzer) und Johannes (einem Polizisten im Ruhestand).
Als nächstes geht es ans Eingemachte – die detaillierte Ausarbeitung.
Neugierig auf den fertigen Krimi?
Reben und Sterben
Ein Weinkrimi aus Rheinhessen
Aufregung im beschaulichen Rheinhessen: Nicht nur, dass im sonst so friedlichen Örtchen Rebenheim die Verkostung für das alljährliche Weinwinterfest mit einem handfesten Tumult endet – obendrein wird einer der Weinbauern am nächsten Morgen tot aufgefunden. Zunächst deutet alles auf einen Unfall hin, doch schon bald gerät Winzer Pierre Fabron in Verdacht. Verzweifelt bittet er seinen Freund, den pensionierten Polizisten Hannes, um Hilfe. Als die beiden sich in den Seilschaften des Dorfes zu verfangen drohen, riskieren sie ihr Leben.
Winzer Pierre und Polizeipensionär Hannes ermitteln, GMEINER, 10. September 2025, 288 Seiten, Paperback 14,– €, ISBN 978-3-8392-0899-1